Der kritischste Punkt in Personenschadensakten ist der Einkommensverlust (Verdienstrückgang). Dieser auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen oder gutachterlichen Gutachtens berechnete Posten erreicht bei dauerhafter Arbeitsunfähigkeit erhebliche Beträge.
Kontokomponenten
- Vorübergehende Erwerbsunfähigkeit: Einkommensverlust während der Behandlungsdauer.
- Dauerhafte Erwerbsunfähigkeit: Einkommensverlust für die verbleibende Erwerbsdauer entsprechend dem Erwerbsunfähigkeitssatz.
- Kosten für die Pflegekraft: Im Falle eines Hilfebedarfs.
- Behandlungskosten: Krankenhaus, Medikamente, Physiotherapie, Prothese.
Invaliditätsrate
Die dauerhafte Invaliditätsrate wird durch das rechtsmedizinische Gutachten bestimmt (z. B. 25 %). Berechnungsformel:
- Monatliches Nettoeinkommen × Invaliditätsrate = Monatlicher Verlust.
- Monatlicher Verlust × Arbeitsjahrkoeffizient (PMF) = Dauerhafter Gesamtverlust.
- PMF-Tabellen: Alter × durchschnittliches Rentenalter × Abzinsungssatz.
Oberster Gerichtshof HGK und 17. HD – etablierter Ansatz
HGK und das 17. HD verwenden das „reale Einkommen“ (nicht den Mindestlohn) als Grundlage für die Berechnung des Einkommensverlusts, der zu berücksichtigenden regelmäßigen Prämien/Boni/Nebenzahlungen und des TL-Äquivalents des auf Fremdwährung/Gold basierenden Einkommens, das je nach Veranstaltungsdatum ermittelt wird.
Nebenfaktoren
- Erwartungen bezüglich Dienstalter und Titelaufstieg.
- Sektorische Lohnentwicklung.
- Arbeitsstunden nach Alter und Geschlecht.
- Konto „Akademisches Einkommen“ (Mindestlohn) für Hausfrau/Student.
Interesse
- Rechtliches Interesse ab dem Datum des Ereignisses.
- Standardinteresse am Traffic.
- Diskussion des „Falldatums“ oder „Ereignisdatums“ für immaterielle Schäden.
Aktuarbericht vs. Expertenbericht
- Berechnung durch Aktuar (Versichererexperte): schnell, aber manchmal unvollständig.
- Gerichtsgutachter: umfassend, aktenkonform.
- Die Anforderung eines Gegengutachters/Gegengutachtens ist für die Verteidigung von entscheidender Bedeutung.
Praktische Tipps
Die Berechnung von Personenschäden erfordert Fachwissen. Sie sollte mit einem Anwalt für Entschädigungsrecht durchgeführt werden.